Kirchenraumpädagogik

Kirchenführung mit Erstkommunionkindern

ein online - Seminar für Leiterinnen von Erstkommuniongruppen am 13. und 20. April 2021 jeweils von 20:00 bis 21:30 Uhr.

Referentin: Monika Mehringer Informationen und Anmeldung beim kath. Bildungswerk Rosenheim.

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Kirchenräume mit Kindern entdecken

Die Kirchenraumpädagogik ist die Lehre von der Vermittlung des Sinngehalts von Kirchengebäuden Sie entwickelt eigenständige methodisch-didaktische Konzepte, um Besucher von Kirchen an die technische, ästhetisch-künstlerische, symbolische und nicht zuletzt spirituelle Dimension heranzuführen. Sie zielt darauf ab, dass Menschen eigene Erfahrungen machen mit allen Sinnen von Raum und Bau der Kirche.
Hier finden Sie in loser Folge Ideen, wie Kinder ihre Kirche entdecken können.

Grundlagentext: Was ist Kirchenpädagogik?

Eine spirituelle Kirchenführung zum Kreuzweg
 

 

Kirchenraumpädagogik im Gottesdienst

Seit Jahren wünschen sich Liturgen wie auch BegleiterInnen von Kindergottesdienstvorbereitungsgruppen, dass in Kirchen, die bereits voll sind mit Bildern und Darstellungen, nicht noch mehr Bilder hineingestellt werden sollen. Dabei wird an das ästhetische Gefühl der Menschen erinnert, die mahnen, dass Bilder, die während eines Gottesdienstes entstehen oder benützt werden, der Innengestaltung der Kirche keine Konkurrenz machen sollen.

Positiv gesehen könnten die Kirchen ihre „Äußerungen“ auch ausdrücken und damit die Identifikation mit und die Achtsamkeit für den Raum verstärken.

Der Kirchenraum will als Gottesdienstraum wirken und deshalb ist der genuine Ort für das Erlernen der Bedeutung der einzelnen Gestaltungsobjekte die gemeinsame Feier. Dort nämlich geschieht auch der Umgang mit dem Objekt und bekommt damit eine weitere Bedeutung, die dem Anlass der Darstellung ja auch entspricht.

Dies gilt für Symbole, Farben und Zeichen, aber auch für alle Bilder und Skulpturen und zuletzt auch für die Elemente der Baukunst wie Säulen und Decke, Altarraum, Fenster und Portale. Findet in der kunsthistorischen Führung nur eine Einordnung in andere Kunstbegriffe statt, bildet die Feier die Erlaubnis des sakralen Umgangs mit den Elementen der Kirche und der persönlichen Auseinandersetzung sowie der religiösen Deutung.[1]

Natürlich ist die Interpretation von Darstellungen nicht eindimensional und nur in einer Richtung gültig. Deshalb ist auch in der Vorbereitung des Gottesdienstes wichtig zu klären, in welcher Zielrichtung ein Kunstwerk betrachtet wird. Und nur die eine Richtung fließt in den Gottesdienst ein. Dafür lohnt es sich, sich selbst mit den Darstellungen der Kirche auseinanderzusetzen, damit das Wissen in die Ideenvielfalt für den Gottesdienst einfließen kann.

 


[1] Vgl. Dörnemann, Kirchenpädagogik 2014, 4.4.2.

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